Dies ist eine Geschichtsstunde zu den Befreiungskriegen (Klasse 8/9/ Gymnasium). Sie ist in der Unterrichtsreihe zum Thema „Napoleon“ situiert. Die SuS sollten die Feldzüge Napoleons in Europa bereits behandelt haben und ggf. auch erstes Wissen Herrschaft in den besetzten Ländern haben. Sie ist theoretisch ohne Probleme mit einem OHP durchzuführen. Die Stunde orientiert sich am Aufbau einer problemorientierten Geschichtsstunde. Dabei sollen die SuS selbst Fragen an den historischen Gegenstand formulieren und diesen bestenfalls selbst beantworten. Zur Initiation einer Kontingenzerfahrung soll der Vergleich zwischen dem eisernen Kreuz als Symbol der Bundeswehr und dem historischen eisernen Kreuz von 1813 dienen. Hierzu soll bestenfalls zunächst das moderne Symbol gezeigt und beschrieben werden, bevor das historische gezeigt wird. Hierdurch sollen sich die antizipierten Fragen bei den SuS ergeben. Anschließend sollen die SuS erste Hypothesen zu ihren Fragen mithilfe ihres Vorwissens geben. Um diese Hypothesen zu überprüfen folgt eine Erarbeitungsphase. Dabei sollten zunächst in einer plenaren Phase entweder durch einen Lehrervortrag oder durch gemeinsames Lesen eines geeigneten Darstellungstextes ein Überblick zu den historischen Ereignissen gegeben werden. Hierbei können Fragen zum Kontext der im folgenden Schritt zu analysierenden Quellen geklärt werden.Im zweiten Schritt wird die Klasse in zwei Großgruppen unterteilt, welche für jeweils eine Quelle zuständig ist. Hierbei kann eine grobe Differenzierung vorgenommen werden, da die beiden Quelltexte unterschiedliche Komplexität aufweisen. Die Quellenarbeit soll in Partnerarbeit erfolgen. Bei Bedarf können anschließend an die Partnerarbeit Gruppen aus bis zu 5 SuS als Expertengruppen zusammenkommen und sich beim Erschließen der Quellen helfen.Mithilfe der während der Stunde erarbeiteten Erkenntnisse sollen die Hypothesen vom Beginn der Stunde durch die SuS üßberprüft und ggf. korrigiert werden. Sollte noch Zeit übrig sein, bietet es sich an den Aktualitätsbezug noch einmal aufzugreifen und mit den SuS in eine Diskussion über die Traditionswürdigkeit des Symbols zu treten (historische Urteilskompetenz). Die Stunde ist als 60 minütige Stunde konzipiert (die Stundentaktung an meiner Schule ist etwas anders als gewöhnlich) – sie kann aber sicherlich auch in einer Doppelstunde genutzt werden (hierbei könnte mehr Zeit für die Besprechung des Darstellungstextes aufgewendet werden).

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