„Ende gut – alles gut?“ Diese 45-minütige Unterrichtsstunde für die gymnasiale Oberstufe setzt sich am Beispiel von Kleists „Die Marquise von O…“ kritisch mit dem literarischen Anspruch gegenüber trivialen Erzählmustern auseinander. Nach einem motivierenden Einstieg durch den Vergleich eines selbst verfassten „Kitsch-Textes“ mit Kleists Novellenende erarbeiten die Schülerinnen und Schüler die Leitfrage, ob das Werk tatsächlich ein klassisches „Happy End“ bietet. In einer arbeitsteiligen Partnerphase untersuchen die Lernenden anhand von sechs zuvor per Video-Hausaufgabe erarbeiteten Kriterien – wie der „Strategie der Bestätigung“ oder stereotypen Figuren – die komplexe Gestaltung des Originaltextes. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler Kleists Schluss nicht als bloße Unterhaltung, sondern als tiefgreifende Reaktion auf die „gebrechliche Einrichtung der Welt“ begreifen.

Verlaufsplan


Hinweise bzw. Voraussetzungen:

Durch den Einsatz eines Erklärvideos und eines interaktiven Quizzes im H5P Format/html wird das theoretische Wissen schülernah gefestigt. Die Stunde ist so konzipiert, dass sie sowohl mit digitaler Tafel als auch klassisch mit Arbeitsblättern/Folien durchgeführt werden kann. Nur die Hausaufgabe zur Stunde greift auf ein Video und ein interaktives Quiz zurück. Alternativ kann dies durch eine Internetrecherche/Lexikonartikel zu den Merkmalen von Trivialliteratur ersetzt werden. Das interaktive Quiz ist zudem als Arbeitsblatt ergänzt.

PhaseSozialform/ Methodik
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vorbereitende HA (20 min) - Einzelarbeit

Schüler schauen ein Erklärvideo zu Merkmalen der Trivialliteratur, bearbeiten anschließend 10 Fragen eines Single-Choice-Quiz (alternativ: als AB) und notieren in Stichpunkten 5-6 Kernmerkmale trivialer Literatur ((Rührung, Passivität, Happy End, statische Normen, Stereotype, Strategie der Bestätigung)

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