Die Stunde zielt auf die erste Begegnung mit Lyrik in der Oberstufe ab und soll in erster Linie auf motivationaler Ebene einen Zugang zu lyrischen Texten erzeugen. Dass Lyrik mehr als „Das muss sich am Ende reimen.“ ist, sollte in dieser Stunde aufgeklärt werden. Die Lernenden erarbeiten sich im literarischen Gespräch (L-Person leitet dabei nur im Notfall mit Impulsfragen an und ist primär für die Einhaltung des Rahmens zuständig (Power-Point-Folien)) verschiedene Aspekte, die sie interessieren, die ihnen auffallen oder die fragwürdig sind und verständigen sich am Ende über mögliche Deutungshypothesen, die ihre Ursprünge in verschiedenen Aspekten (Form, Inhalt, Struktur, Sprache, …) haben können.Anschließend wird im zweiten Teil der Doppelstunde eine Schreibaufgabe mit Profil angefügt, in welcher nach einem kurzen Zwischenplateau die Beziehung der Figuren aufgegriffen werden soll. Die Lernenden erarbeiten (nun rein inhaltlich!) eine mögliche Deutungshypothese in Gedichtform. Der Rückschluss auf die Beziehung/den Charakter der Beschriebenen im ursprünglichen Gedicht (Warum haben wir das neue Gedicht verfasst?) kann im Sinne einer Deutungsspirale wieder aufgegriffen werden. Damit wird schließlich deutlich, dass der Prozess der Sinnbildung niemals vollends abgeschlossen werden kann. Allgemeine Erkenntnisse für den Umgang mit Lyrik sind im letzten Schritt abzuleiten. So wird ein Grundstein für die sich anschließende Reihe gelegt.

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