In dieser Unterrichtsstunde setzen sich die Schülerinnen und Schüler vertiefend mit den drei Verfahren der Chloralkali-Elektrolyse (Membran-, Diaphragma- und Amalgamverfahren) auseinander, die eine zentrale technische Anwendung elektrochemischer Prozesse darstellen. Die Stunde ist in eine Unterrichtssequenz eingebettet, in der zuvor grundlegende Aspekte der Elektrolyse sowie deren Bedeutung in industriellen Zusammenhängen thematisiert wurden. Ziel der Stunde ist es, das Verständnis der unterschiedlichen Verfahren weiterzuentwickeln und deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede fachlich herauszuarbeiten. Dabei steht nicht die reine Reproduktion von Wissen im Vordergrund, sondern die strukturierte Auseinandersetzung mit den fachlichen Inhalten sowie deren sprachliche Verarbeitung. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen in der Stunde eine aktive Rolle im Lernprozess und tragen Verantwortung für die Vermittlung fachlicher Inhalte. Durch den Austausch zwischen den Lernenden werden die elektrochemischen Vorgänge nicht isoliert betrachtet, sondern in einen größeren fachlichen Zusammenhang eingeordnet. Die methodische Anlage der Stunde fördert sowohl fachliche als auch kommunikative Kompetenzen und unterstützt die nachhaltige Sicherung der Inhalte. Insgesamt bietet die Stunde vielfältige Möglichkeiten für eine vertiefende fachliche Sicherung und eine weiterführende vergleichende Betrachtung der Verfahren der Chloralkali-Elektrolyse.

Verlaufsplan


Hinweise bzw. Voraussetzungen:

Der dargestellten Unterrichtsstunde gehen mehrere Unterrichtsstunden zum Themenfeld „Elektrochemische Prozesse“ voraus. In diesen Stunden haben sich die Schülerinnen und Schüler grundlegende fachliche Kenntnisse zur Elektrolyse erarbeitet, unter anderem zu Aufbau und Funktionsweise einer Elektrolysezelle, zu den Vorgängen an Anode und Kathode sowie zu zentralen Begriffen wie Zersetzungsspannung und Überspannung.
In der unmittelbar vorangegangenen Stunde wurde die Chloralkali-Elektrolyse als technisch bedeutsame Anwendung der Elektrolyse eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler haben dabei arbeitsteilig in Gruppen jeweils eines der drei Verfahren der Chloralkali-Elektrolyse (Membran-, Diaphragma- oder Amalgamverfahren) mithilfe von Informationstexten erarbeitet. Ziel dieser Phase war es, die jeweiligen Verfahren inhaltlich zu durchdringen und zentrale Aspekte wie den Aufbau der Elektrolysezelle, die Trennung von Anoden- und Kathodenraum, die ablaufenden Redoxreaktionen, die entstehenden Produkte sowie besondere Merkmale der Verfahren (z. B. Produktreinheit oder Umweltaspekte) strukturiert zu erfassen.
Die Ergebnisse dieser Gruppenarbeitsphase wurden in Form eines Steckbriefs bzw. einer kurzen Präsentation festgehalten. Die methodische Gesamtstruktur der Erarbeitungs- und der dargestellten Unterrichtsstunde ist an die Methode des Gruppenpuzzles angelehnt: Während die Schülerinnen und Schüler zunächst Expertinnen und Experten für jeweils ein Verfahren wurden, erfolgt in der vorliegenden Stunde der Austausch der Inhalte im Partnerteam durch gegenseitiges Erklären und Vergleichen der Verfahren

PhaseSozialform/ Methodik
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Einstieg (5 min) - Gruppenpuzzle, Frontalunterricht

Kurze Rückbindung an die Vorstunde: Die Lehrkra] fasst die Arbeitsergebnisse der vorherigen Stunde zusammen
• Zusammenfinden der Partnerteams anhand der Zahlen auf den bereits verteilten Puzzleteile:
• Lehrkraft gibt schriftlichen Arbeitsauftrag für die Stunde; gegenseitiges Erklären, Testschreiben, Partnerkorrektur

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