Shakespeares Tragödie „Romeo und Julia“ endet mit den Worten „Denn niemals gab es ein so herbes Los | Als Julians und ihres Romeos.“ Dieser Schluss bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Deutungsmöglichkeiten, welche Schülerinnen und Schüler selbst entwickeln und diskutieren können. Die Sternstunde bietet hierfür einen problemorientierten Zugang anhand der Leitfrage „Das tragische Ende von Romeo und Julia – das Ergebnis von Zufall oder freiem Willen?“ In dieser Unterrichtsstunde sollen die Lernenden erkennen, dass Shakespeare die letzten Worte des Dramas bewusst wählte (Zitat) und sich als Gruppe sowie im Unterrichtsgespräch darüber austauschen, ob sie dem zustimmen würden oder nicht. Dazu untersuchen sie den Handlungsverlauf des Dramas nach entsprechenden Textstellen, die ihre Positionierung stützten und letztendlich als Argumente im Literarischen Gespräch dienen. Exemplarisch geht es hierbei um die Auseinandersetzung mit einer philosophischen Grundfrage des Lebens am Beispiel des tragischen Endes: Ist unser Lebensweg determiniert durch zufällige Ereignisse (Zufall) oder sind wir diejenigen, welche diesen bestimmen (freier Wille)? Die Sternstunde eignet sich für die Klassenstufen 8 bis 10 und ist ohne den Einsatz von Technik durchführbar.

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