Im Einstieg werden die SuS zum Thema hingeführt, indem sie sich dazu äußern, ob sie oder ihre Geschwister kleinere Tätigkeiten ausführen, diese benennen und Gründe dafür anführen (z.B. um ihr Taschengeld aufzubessern). Im Sinne der kognitiven Dissonanz wird diesem Lebensweltbezug ein Bildimpuls gegenübergestellt, der die SuS durch die Visualisierung der Kinderarbeit emotionalisiert. Ein Zitat von Karl vom Stein zum Altenstein, das die Notwendigkeit von Kinderarbeit in Fabriken betont, verstärkt diese Kontrastierung in der Problematisierung, die den Ausgangspunkt für die an- schließende Formulierung der Leitfrage darstellt. Für die Erarbeitungsphase ist die grundlegende methodische Entscheidung auf die Gruppenarbeit gefallen, die aufgrund ihrer Anlage gleich eine doppelte Funktion erfüllt: So dient sie zum einen als soziales Instrument der Binnendifferenzierung und bietet den SuS zum anderen die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen über die Arbeitsergebnisse auszutauschen, wodurch sowohl (mögliche) Barrieren hinsichtlich der Partizipation am Unterrichtsgespräch als auch ein hohes Maß an Schüleraktivität generiert werden kann. Um die Phase des Austauschs besonders wirksam zu gestalten, geht ihr eine Einzelarbeitsphase voraus, die ein notwendiges Grundprinzip für kooperatives Lernen ist. Wegen der bestehenden Heterogenität in Bezug auf die Arbeit mit Quellen wurde die Gruppenzusammensetzung von der LiV bereits im Vorfeld vorgenommen, wobei die Gruppengröße von drei bis fünf Mitgliedern berücksichtigt wurde. Aufgrund der Klassenstärke und der Auswahl der Quellen gibt es jeweils zwei arbeitsgleiche Gruppen, von denen eine in der Sicherung als Kontrollgruppe fungiert und die Ergebnisse gegebenenfalls ergänzt. Die Differenzierung erfolgt durch die Zuordnung der Quellen: So werden die schwierigeren Quellen von den stärkeren und die leichteren Quellen von den schwächeren SuS bearbeitet; zusätzlich stehen den SuS noch Impulskarten als unterstützendes Mittel zur Verfügung. Auf der Grundlage der Ergebnisse formulieren die SuS folglich ein Sach- und Werturteil – hier erfolgt eine temporale Urteilsbildung. Die hier zu nutzenden Urteilskriterien werden als Hilfestellung über den Bildschirm visualisiert. Da sich gezeigt hat, dass die SuS teilweise noch Schwierigkeiten haben, ein Urteil zu fällen, wird dieser Phase gegebenenfalls noch eine Murmelphase an den Gruppentischen vorgeschaltet.

Rezensionen


Rezensionen

Es gibt noch keine Rezensionen.

Schreibe die erste Rezension für „Kinderarbeit – eine Notwendigkeit?“:


Tickets


Tickets

...großartig, es gibt derzeit keine ausstehenden Tickets zu diesem Produkt.


Was ist Dir aufgefallen zu “Kinderarbeit – eine Notwendigkeit?”?

Weitere Materialien wie diese findest Du in unserem Katalog.