Die Stunde behandelt Auszüge des Römerbriefs im lebensweltlichen Kontext der Zeugnisausgabe und einer enttäuschten Reaktion der Eltern. Stundenfrage war: Bestimmen nur meine Leistungen meinen Wert? Oder: Bin ich nur das, was ich leiste? Den hier präsentierten Entwurf habe ich einen Tag vor der Ausgabe der Zeugnisse beziehungsweise der Lernentwicklungsbericht unterrichtet, wodurch die Konfrontation mit (nicht) erbrachten Leistungen besonders aktuell war. Folglich waren die SuS motiviert und es fanden auch nach der Stunde noch Gespräche über die Inhalte statt. Die Stunde lässt sich aber auch unabhängig davon unterrichten. Die SuS können lernen, dass sie laut der Gerechtigkeit Gottes auch in Situationen, in denen sie nicht genug leisten, allein durch den Glauben von Gott angenommen sind. Sie lernen so einen ersten Aspekt der Rechtfertigungslehre kennen. Die bedingungslose Zuwendung Gottes zum Menschen ist Teil der inhaltsbezogenen Kompetenzen im niedersächsischen Kerncurriculum (S.18) und wird hier anhand der Frage nach Können und Leistung erarbeitet. Die Stunde lässt sich ohne Technik durchführen, wenn das Einstiegsbild ausgedruckt wird.

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